Anfrage Nutzungskonzept FF

Einschränkungen Nutzungskonzept Friedrichforum

durch ggf. mangelhafte akustische Entkopplung

hier: Anfrage nach § 16 GeschO  Anfrage

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

im Kulturausschuss am 12.10.2020 wurde erstmals und eher beiläufig bekannt, dass hinsichtlich des geplanten Nutzungskonzepts der Friedrichsforums mit Nutzungseinschränkungen infolge möglicherweise mangelhafter akustischer Entkopplung zwischen großem Saal und Balkonsaal gerechnet werden muss.

Im Bauausschuss am 13.10.2020 konnten zu diesem Problemkreis noch keine zufriedenstellenden Erklärungen abgegeben werden. Vielmehr erfolgten im Wesentlichen nur Beschwichtigungsversuche, die in erster Linie kommunikative Divergenzen zwischen den beteiligten Referaten offenbarten.

Angesichts der Tatsache, dass es sich beim Projekt „Friedrichsforum“ um die bis dato größte Investitionsmaßnahme unserer Stadt handelt und die uneingeschränkte Parallelnutzung der verschiedenen Spielstätten innerhalb des künftigen Friedrichsforums von Anfang an als eines der wesentlichsten Sanierungsziele für einen optimierten wirtschaftlichen Betrieb unseres neuen Kulturzentrums definiert wurde, stelle ich namens der CSU-Fraktion folgende

Anfrage:

 

 

  1. In der Bauausschusssitzung am 13.10.2020 behauptete die Baureferentin erstmals, dass es sich bei der von Anfang an gewünschten uneingeschränkten Parallelnutzungsmöglichkeit von Großem Saal und Balkonsaal um kein wesentliches Sanierungsziel handelte, sondern von Anfang an nur eine „relative“ akustische Entkoppelung im Sinne des „Versuchs einer Optimierung“ der bestehenden Verhältnisse angestrebt gewesen sei.

Wo finden sich Belege für die Annahme einer derartigen Beschlusslage des Stadtrats Bayreuth?

 

  1. Umfasste der Auftrag des Akustikbüros Müller BBM lediglich die akustische Optimierung des Großen Hauses selbst oder war das Büro auch mit der akustischen Entkoppelung zwischen Großem Haus und Balkonsaal betraut?

 

  1. Zu welchem Zeitpunkt und von wem wurden erstmals Erkenntnisse gewonnen, dass das vom Stadtrat Bayreuth gewünschte Ziel einer uneingeschränkten Parallelnutzung aller Spielstätten des Friedrichsforums möglicherweise nicht erreicht werden kann?

 

  1. Warum erfolgte eine Information der städtischen Gremien über die möglicherweise eingeschränkte parallele Nutzungsmöglichkeit erstmals und eher beiläufig im Kulturausschuss am 12.10.2020?

 

  1. Welche Maßnahmen und Abhilfeüberlegungen wurden seit dem Bekanntwerden der offenbar nur einschränkt möglichen akustischen Entkoppelung ergriffen und warum wurden die Stadtratsgremien bis heute hierüber nicht informiert?

 

  1. Welche technischen/ konstruktiven Maßnahmen hinsichtlich der Erreichung des Entkoppelungszieles wären zum jetzigen Zeitpunkt noch realisierbar und welche Kosten wären hierfür erforderlich?

Für die Beantwortung der Fragen in der Oktober-Sitzung des Stadtrates Bayreuth danken wir verbindlichst.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Stefan Specht

Fraktionsvorsitzender


Kategorisiert in: , | Veröffentlicht am: 09.12.2020 um 18:34 Uhr